Foto: Michael Mahlke

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Auf dem Olymp der Kompaktkameras – Als Canon ging und Sony kam

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Es ist ein paar Jahre her.

Der Kameramarkt war aufgeteilt.

Canon und Nikon waren die DSLR-Fürsten, Leica war krank und Olympus kreierte mit Panasonic die FT und MFT Sensoren und neuen Kameras.

Die hochwertigen Kompaktkameras waren quasi fest in der Hand von Canon mit der Powershot G Reihe und der Canon Powershot S Reihe.

Die schönen Funktionen aus den Kompaktkameras waren in den DSLRs kaum zu finden und die DSLRs knallten beim Fotografieren wie Pistolen.

Panasonic und Olympus holten dann aus den Kompaktkameras die technischen Verbesserungen in die Pens und die Lumix-Serien rein. Aber die Kameras blieben relativ groß und waren laut.

Viele warteten auf den entscheidenden Schlag bei Canon.

In meinem Bekanntenkreis waren viele von den schweren DSLRs auf die Powershot G und Powershot S Reihe umgestiegen, weil Canon selbst ja auch von der DSLR Qualität im Kompaktformat sprach.

Sie besaßen also die Canon Powershot S90 oder 95 oder sogar die S100 und warteten darauf, daß nun Canon eine großartige kompakte Kamera anbietet.

Doch die kam nicht.

Die großartige kompakte Kamera kam dann von Sony mit der RX100 im Jahre 2012. Und bei digitalkamera.de konnten wir sogar lesen: „Beim Ein-Zoll-Bildsensor fragt man sich, warum Sony den mit 20 Megapixeln voll packen musste, die Bildqualität zeigt aber, dass sich die RX100 trotz kleineren Sensors sogar auf DSLR-Niveau bewegt – selbst bei ISO 3.200.“ Und wir erfahren auch noch, daß der 1er Sensor gar kein Ein-Zoll-Sensor ist und dennoch gut.

Die RX100 hat alles, was man sich von der Canon gewünscht hätte und noch ein bißchen mehr.

Nikon hatte da vorher dieses Marketing-Desaster, weil sie den 1er Sensor preislich mit den großen DSLRs gleichsetzen wollten und die V1 für fast 1000 Euro verkaufen wollten.

Die V1 war/ist eine Spitzenkamera als Edelmodell aber kein Ersatz für technisch bestimmte DSLR-Freaks.

Als Nikon der Fehler dämmerte war es meiner Vermutung nach schon zu spät. Da hatte Sony ganz elegant mit der Sony RX100 den Markt besetzt.

Doch dies war nicht die einzige Olympiade der Fotografie. Drei möchte ich hier nennen mit klaren Siegern und Verlierern.

So ersetzten in meinem Umfeld viele Bekannte  Modelle ihrer bisherigen Marke durch andere Modelle einer anderen Kameramarke:

  1. Von Leica zu Fuji
    Die analoge Leica M wurde ersetzt durch die Fuji X100 mit großartigem Sucher und guter Bedienung. Das war für viele der endgültige Einstieg in die Welt der digitalen Fotografie.
  2. Von Canon zu Sony
    Die Powershot S-Reihe von Canon wurde ersetzt durch die Sony RX100. Sie brachte die DSLR-Qualität in die Kompaktkamera.
  3. Von Canon zu Fuji
    Die Powershot G-Reihe von Canon wurde ersetzt durch die Fuji X10 mit besserem Sucher und gutem Design

 

Nun sind alle gut versorgt und verwöhnt. Wir haben bezahlbare Kameras  mit richtig guter Qualität. Mittlerweile gibt es sogar schon Nachfolger der genannten Kameras. Ob die alle besser sind, darf bezweifelt werden. Aber sie erweitern die bestehende Auswahl.

So dürfen wir gespannt sein, ob und wie es weitergeht und welche der vielen neuen Modelle sich wiederum herauskristallisieren im Kampf um die Kunden.

Das kann dauern, ist aber nicht schlimm, weil eigentlich schon alles da ist, was man braucht, um gut zu fotografieren und Freude am Bild zu haben.

Dazu gehören aber nicht nur die hier genannten kompakten Kameras.

Meine persönliche Lieblingsolympiade im Kompaktkamerabereich sieht noch anders aus.  Sieger sind die Olympus XZ-1 und XZ-10 und die Lumix LF-1.

Alles „alte“ Kameras.

So ermöglichen „alte“ Kameras täglich neuen Fotospaß!

 

 

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