Foto: M. Mahlke

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Biester ohne Biss? Der neue Street Style der Olympus E-M10 x und der Pen-F

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Thomas Leuthard aus der Schweiz und Nicolas Godden aus Großbritannien sind meiner Meinung nach die neuen PR-Agenten für Olympus zum Thema Streetfotografie, wobei sie auf einer Olympus Webseite als „Nutzer“ bezeichnet werden.

Und sie haben eine neue Art von Fotos kreiert, die mit der klassischen Strassenfotografie nicht mehr viel zu tun haben. Klassische Streetfotografie bedeutet echte ungestellte Situationen, dort wo Menschen öffentlich draußen im städtischen Leben sind.

Die hier vorgestellte Streetfotografie bedient sich offenkundig eher an Elementen aus dem Straßenleben, um damit Bilder zu kombinieren jenseits sozialer Einordnung.

Beispiele dafür finden sich für Thomas Leuthard hier und für Nicolas Godden hier.

Es sind ehrliche Fotos, die zeigen, daß die Olympus-Kamera für echte klassische Streetfotografie eher ungeeignet ist. Denn für mal eben rausziehen, schnell schießen, den Moment festhalten und unauffällig weitergehen ist diese Kamera eher nicht gemacht.

Aber für die Komposition von schönen Momenten schon.

Doch die Kamera kann noch mehr, wenn es nicht um unauffälliges und schnelles Fotografieren geht.

Die Olympus ist gut für klassische Reportagefotografie in normalen Wettersituationen geeignet.

Da zeigt sie auch ihre fotografischen Qualitäten schon mit dem Vorgänger.

Und wenn es schon eine Olympus-Kamera sein soll für knallharte klassische Streetfotografie mit dem entscheidenden Moment echter und ungestellter Situationen, dann hat das Unternehmen genau dafür ja mal eine zuverlässige Kamera gebaut, die dafür wirklich besser geeignet ist.

Aber aktuell promoten Leuthard und Godden diesen speziellen Stil, der als neue Streetfotografie popularisiert wird. Schön und farbig und ohne sozialen Bezug, eher Richtung abstrakte Kunst. Da kann man nicht viel falsch machen, aber ob die Fotos einen „beissen“ daran darf man zweifeln.

Übrigens setzt Olympus mit anderen Fotografen diesen Stil bei der Olympus Pen-F fort.

Schön anzuschauen und ohne Biss. Fehlt dem Biest der Biss oder fehlt er den beauftragten PR-Agenturen?

Im Prinzip geht das in die Richtung „wecke den Künstler in dir“, wobei sich eben Street besser verkauft als Kunst. Aber sicherlich gibt es bald die richtige PR-Mischung, die dann die Streetart und den Künstler in der Streetfotografie in uns weckt.

Wenn sie mehr wollen mit Biss, dann empfehle ich hier weiterzulesen.

Nachtrag sechs Monate später (1/2017):

Plötzlich ist die Seite von Thomas Leuthard verschwunden und Nicolas Godden sagt sich von Olympus los mit dem Hauptargument, er brauche 4k und im Dunkeln sei Sony besser bei ISO 6400.

Ich weiß ja nicht ob beide von Olympus Geld und/oder Equipment erhalten haben, ich weiß aber daß die Argumente von Nicolas Godden für mich nicht nachvollziehbar sind. Olympus hat supergute lichtstarke Objektive und Kameras. Wer ohne Licht fotografieren will, der ist bei Sony besser dran, aber Fotografieren ist eigentlich Malen mit Licht. So ändern sich Meinungen total innerhalb von nicht einmal sechs Monaten. Insofern sollte man sich immer fragen, wer schreibt was warum und mit welchem Interesse. Hochinteressant!

 

 

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One Comment

  1. Erich2485 says:

    Also ich finde die E-M 10 Mark II echt gut. Aber was die da prmäßig mitmachen ist eher unterirdisch

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