Foto: Michael Mahlke

Foto: Michael Mahlke

Die Digitalkamera im Langzeittest – die Königsklasse

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Wissen Sie wie man Klickzahlen erhöht?

Man schreibt über Nachrichten, Klatsch, Sex und Sport, das hilft immer.

Und im Bereich der Fotografie schreibt man über neue Technik. Wer über neue Kameras und neue Technik schreibt, erhöht die Reichweite.

Aber Vorsicht! Reichweite und Relevanz haben nur sehr bedingt miteinander zu tun.

Seltsamerweise wird es mit den Kameraherstellern eher schwierig, wenn man nicht über neue Technik schreiben will sondern über neue Technik im längeren Praxiseinsatz.

Wenn es also um fachliche Qualität und Fachkompetenz nach dem ersten Eindruck geht.

Als ich nach der letzten Photokina mehrere Kamerahersteller fragte, ob sie Interesse daran hätten, wenn ich eine für Streetphotography geeignete Kamera mit Sucher über mindestens sechs Monate nutze, um darüber zu schreiben, gab es nur Beerdigungen erster Klasse.

Eine Beerdigung erster Klasse geht so. Du schreibst den Leiter der entsprechenden Marketing- bzw. Presseabteilung an und er teilt dir mit, daß er dies an den für mich zuständigen Ansprechpartner weitergeleitet hat.

Immer wenn es so war, war dies das Ende.

Fotoapparate „testen“ bevor man sie kaufen kann, ist seltsam genug. Aber kein Interesse daran haben, eine Kamera längerfristig im Alltag testen zu lassen?

Erfahrungen sind keine ersten Eindrücke und es ist schon gar nicht erst nur Ausprobieren.

Es ist der Umgang mit einem ständigen Begleiter in wechselnden fotografischen Situationen über eine längere Zeit. Man kann dann über den gemeinsamen Weg schreiben, die gemeinsame Zeit mit der Kamera und über das, was man nach sechs Monaten oder mehr dabei erlebt hat.

Man kann die Fotos zeigen, die dabei entstanden sind und die Probleme, die man hatte. Das ist die Qualität, die ich meine und die aus einem Blog ein fototechnisch fachlich relevantes Medium macht.

Nicht umsonst werden meine Beiträge zu den von mir gekauften Kameras immer noch so oft gelesen.

Warum gibt es das nicht, warum will man das nicht?

So bleibe ich bei den Kameras, die ich für ausgesprochen gut halte und die gute Fotos machen: Ricoh GX200, Fuji X10, Olympus XZ-10, Nikon V1.

Das reicht für Streetphotography und Reportagen in jeder Lebenslage.

Man lebt ja nicht um zu fotografieren. Aber wenn man lebt und das Fotografieren als Mittel zur Wahrnehmung des Lebens und zur Weltaneignung nutzt, dann wäre es schon interessant, zu schauen, welche neue Kamera neben den Genannten dabei auch noch besonders erfreulich sein könnte. Das wäre dann die Testkategorie Lebensart, die es wohl nur hier bei mir geben würde.

Gute Fotos brauchen keine neuen Kameras.

Aber es hätte mich schon interessiert, welche neue Kamere mit den guten Kameras im Langzeittest mithalten kann.

Vielleicht ergibt sich die Gelegenheit noch mal. Dann schreibe ich darüber und zeige die Fotos, die dabei rausgekommen sind.

Solange geht es weiter mit guten Gedanken und guter Fotografie.

Und mit Überlegungen zum Kamerakauf aus dem echten Leben, die ich sehr empfehlen möchte.

 

 

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One Comment

  1. Jochen says:

    Ich finde die Idee mit der Testkategorie Lebensart ausgesprochen gut. Denn es müßte eine Kamera sein, die man immer dabei haben kann, die zuverlässig ist etc. Eine dicke große könnte es nicht sein. Bin mal gespannt ob da ein Hersteller drauf reagiert und dir eine Kamera zum testen anbietet.

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