Sony DSC-R1 Motiv im Erzgebirge  - Foto: Michael Mahlke

Sony DSC-R1 Motiv im Erzgebirge - Foto: Michael Mahlke

Digitale Oldtimer – Sony DSC-R1

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Was sind digitale Oldtimer?

Im Angesicht der neuen Kameras vergisst man schnell den Wert der “alten” Kameras. Alt und Neu sind heute keine Begriffe mehr für den Gebrauchswert einer Kamera. Es sind nur noch Begriffe für den Zeitwert einer Kamera. Neu bedeutet heute nur noch, dass es ein neueres Modell auf dem Markt gibt. Neu bedeutet in keinem Fall automatisch besser.

Das digitale Kamerazeitalter ist noch jung. In diesen letzten zwölf Jahren sind einige digitale Kameras herausgekommen, die einfach gut für das Fotografieren sind und mit denen das Fotografieren auch Spass macht. Übrigens bedeutet old timer eigentlich alter Mensch bzw. „alter Hase“. Oldtimer sind aber nicht immer Klassiker. Deshalb spreche ich von digitalen Oldtimern und nicht von digitalen Klassikern.

Diese Kameras wurden von Unternehmen gebaut als noch der analoge Anspruch an gutes Glas/gute Optik gekoppelt wurde mit einem Design, das aus der analogen Welt in die neue digitale Welt übertragen wurde und dabei in der Symbiose etwas digital Neues entstehen ließ.

Diese Kameras sind für mich digitale Oldtimer, also Schmuckstücke, die man nutzen und pflegen kann.

Es ist mit digitalen Oldtimern so wie mit einem Auto als Oldtimer: man fährt es nicht täglich sondern zu besonderen Gelegenheiten. Digitale Oldtimer holt man zu besonderen Gelegenheiten hervor und hat damit dann viel fotografischen Spass und viel Freude am Fotografieren.

Der materielle Vorteil gegenüber einem Auto besteht darin, daß die digitalen Oldtimer materiell so gut wie nichts wert sind. Ob das so bleibt weiß ich natürlich nicht. Aber faktisch ist es zur Zeit so, daß diese alten Kameras zu Spottpreisen auf dem Gebrauchtwarenmarkt angeboten werden, weil im Kamerageschäft nur das Neue zählt. Neuheit sells. Insofern ist es um so schöner, daß ihr Gebrauchswert und ihr Nutzwert und die Chance, damit viel Freude zu erleben, um so höher sind.

 

Die Sony DSC-R1

Von Sony gab es eine Kamera, die an eine Mittelformatkamera erinnerte aber eine APS-C Kamera war, die Sony DSC-R1. Die Kamera ist knapp sechs Jahre alt  und hat nichts von ihrem Charme eingebüsst.

Sony DSC-R1 Motiv im Erzgebirge – Foto: Michael Mahlke

Wenn Sie auf das Foto klicken, wird es im Originalformat von 10 MP geladen. Man könnte es noch digital nachbearbeiten und schärfen. Aber man sieht schon an diesem Foto die Qualitäten des Chip, der Optik und der Kamera: Sony DSC-R1.

Wer hätte vor sechs Jahren eine Kamera haben wollen, die aussieht wie ein Tablett oder Schneidbrett? Heute sind die meisten Kameras flach wie eine Flunder. Aber jede Mode erzeugt ihre Gegenmode. Spätestens als die flachen Kamera aus der Hand rutschten, kam der Wunsch auf, eine Kamera zu besitzen, die man auch festhalten kann.

So wurde das klassische Design wieder interessant wie der Siegeszug der Fuji X100 zeigt. Denn früher folgte das Design der Funktion, heute folgt die Funktion oft eher dem Design.

Und die Sony DSC-R1 verkörperte die Wiederauferstehung der alten Kameras, bei denen man von oben auf den Sucher schauen konnte – oder eben digital durch den Sucher von hinten. Der bewegliche Sucher von oben war eigentlich ein kleiner Monitor und sogar ziemlich scharf. Aber als grosser Sucher von oben war er viel besser zu gebrauchen.

Die ganze Kamera macht einfach vom Anpacken und Nutzen her Spass. Die erstklassige fest eingebaute Optik, der grosse Chip und die wirklich gute digitale Fotoqualität erlauben auch heute noch erstklassige Fotografie.

 

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