Foto: Michael Mahlke

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Digitalkameratrend – je kleiner desto teurer?

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Gedanken zu eigenen Beobachtungen

Irgendwie sind die Preise aus den Fugen geraten. Man hat den Eindruck in den letzten zwei Jahren sind die Preise von Digitalkameras um 50 Prozent erhöht worden. Was früher Standard war wird heute als Neuerung zusätzlich verkauft.

Einige Beispiele:

Olympus

Der Nachfolger der Olympus XZ-2 als XZ-3 ist in meinen Augen die Olympus Stylus 1. Sie hat zusätzlich einen Sucher und ein verbessertes Objektiv. Statt ca. 400 Euro will Olympus dafür nun ca. 600 Euro.

Neue gebrauchte Stylus 1 gehen bei ebay in Auktionen nach meiner Beobachtung für maximal 380 Euro über den Tisch. Der Rest steht sich bei den Händlern, die ich besuche, die Beine in den Bauch.

Es ist einfach so, daß die Grenze für Bridgekameras immer bei 400 Euro lag und dann die realen Preise darunter.

Panasonic

Ähnlich ist es bei Panasonic. Während die FZ-200 ebenfalls aktuell unter 400 Euro zu haben ist, hat man mit der TZ-71 nun eine Kompaktkamera daneben gesetzt, die aktuell für 399 angeboten wird, solange sie noch neu ist. Die Lichtstärke ist nicht überragend.

Es ist eine neue Art von Kamera, die mehr auf Tele als auf Lichtstärke setzt, keine Bridgekamera sondern eine Kompaktkamera ist und mit dem elektronischen Sucher aufwartet.

Darüber gibt es nun eine neue Klasse von Kompaktkameras bis 800 Euro. Darin sind die Sony RX100 Mark 2 und 3, darin ist die Lumix LX100 und darin sind noch andere Kameras, die 1er oder MFT Chips haben. Es sind alles Kompaktkameras, mal größer und mal kleiner.

Sony

Parallel dazu räumt Sony im Markt für APS-C Sensoren ab. Nur den lauten „Spiegelschlag der Spiegellosen“ – das Auslösegeräusch- hat Sony nicht im Griff. Ansonsten wären Kameras wie die A5000 ideale Einstiegskameras im Preissegment um die 350 Euro mit Objektiv.

Nikon

Und dann gibt es noch die neuen DSLRs so wie sie Nikon zeigt. Die D5500 soll über 800 Euro kosten. Weil sie kleiner ist und der Sensor besser als der Vorgänger. Es ist das Sensor-Argument, das jedes Jahr wiederkehrt.

Insgesamt gibt es aus meiner Sicht aktuell den Versuch, den Konsumer-Kameramarkt in diese drei Segmente einzuteilen. Bis 400, bis 800 und bis 1200.

Darüber ist es grenzenlos, aber nicht aus technischen Gründen.

Da die kleinen Konsumenten aber nicht unbedingt 50 Prozent mehr Geld haben, wird es interessant sein, wie die Wünsche der Kunden und die Wünsche der Produzenten sich treffen, um erfolgreich und zufrieden zu sein.

Beobachten wir also weiter.

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