Foto: Michael Mahlke

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Fotomonat – Fotografisches Feuilleton und die Kategorie Lebensart

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„Insbesondere das Feuilleton als sprachverliebte, kunstvolle Miniatur bedurfte (und bedarf) in Deutschland zuweilen der Verteidigung. Theodor Fontane, dessen Entwicklung zum Romancier wie der Roths eine ausgedehnte journalistische Tätigkeit voranging, hat die Autoren des Wiener Feuilletons in einem Brief verständnisvoll gewürdigt: “ Sie fragen: verlohnt es so viel Müh, um etwas zu schaffen, was mit dem einen Tag verschwinden wird? Ich glaube doch, ja. Und zwar deshalb, weil die Herrn, die die glückliche Gabe haben, sagen wir anderthalb Millionen Wiener einen tag lang geradezu zu entzücken, eine viel schönre und auch höhere Aufgabe lösen, als die, die mit dem gleichen Fleiß einen Columbus schreiben und nichts erreichen, als eine 3malige Aufführung vor einem gähnenden Haus.“

Diese wunderbaren Sätze von Helmuth Nürnberger und Theodor Fontane aus dem Nachwort des Buches Joseph Roth, Ich zeichne das Gesicht meiner Zeit geben in etwa den Rahmen für das ab, was hier zu finden ist.

Das Ganze hat aber sieben Jahre gedauert und das obige Zitat habe ich erst vor kurzem gelesen.

Hier geht es nicht um die Auswahl einer Kamera unter technischen Gesichtspunkten.

Hier geht es um die Auswahl der Themen und Wege, wenn man Fotografie als Lebensart, als Aneigung der Welt und Thema für die eigene Lebenszeit versteht.

Fotografie und Leben gehören nicht unbedingt zusammen.

Es gibt kein zurück – auch nicht in der Fotografie.

Deshalb ist der Moment vorbei wenn er vorbei ist.

Daher muß man den Moment leben.

Das geht mit und ohne Fotografie.

Ich habe viele Jahre gebraucht, um vom Wort zum Bild zu kommen und Fotografie als gleichberechtigtes Medium neben Wörtern zu nutzen.

Mein Weg findet sich in meinem Werk und den Reflexionen darüber.

Und dabei komme ich dann zum Thema Fotografie als Lebensart.

Das ist das Thema hier und deshalb geht es auch um Feuilleton.

Dazu gehören Fotos, Fotobücher und Gedanken.

Es geht um die vier Elemente der Fotografie und das fünfte Element.

Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile, das Ganze ist das 5. Element.

Feine Fotografie und feine Gedanken für feine Menschen!

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