Politische Fotografie als Fotokunst

Politische Fotografie als Fotokunst

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Können politische Fotos auch Fotokunst sein?

Die Frage habe ich mir gestellt, weil ich bei vielen Fotos, die heute einen Preis erhalten, vor lauter Langeweile weder die politische Fotografie noch die Fotokunst sehe.

Politische Fotografie ist heute als engagierte Fotografie, die eigene Themen sucht, in Deutschland eher selten.

 

Beispiel für Politische Fotografie als Fotokunst

Das folgende Foto ist ein Beispiel für Fotokunst in der politischen Fotografie. Mitten aus der Wirklichkeit läßt dieses Foto jede Art der Interpretation zu und ist doch einzigartig, weil durch die Wahl des Bildausschnittes die Kombination sich auf zeitlose und symbolische Art und Weise so darstellt.

Foto: Michael Mahlke - Politische Fotografie als Fotokunst

Foto: Michael Mahlke – Politische Fotografie als Fotokunst – Europawahlkampf April 2014

Zu diesem Foto gab es verschiedene Titel wie „Steigerung“, „Wahlaussagen“, „Alternative“, „Perspektive“ etc. – es kommt eben darauf an wie ich es sehe.

Daneben gibt es die Symbiose von sozialdokumentarischer Fotografie mit politischen Aussagen als Fotokunst:

Die Serie „Beiläufige Wahrnehmung“

Ein sehr gutes Beispiel dafür ist die noch nicht abgeschlossene Serie „Beiläufige Wahrnehmung“ (Passing Perception), die sehr deutlich in jedem Foto eine soziale und politische Aussage hat, die die heutige Situation beschreibt und die dennoch an der Wand auch ästhetisch erstklassig wirkt. Davon gibt es nicht viel.

15 Blicke auf das Arbeitsleben

Die Serie 15 Blicke auf das Arbeitsleben ist sicherlich (k)eine Fotokunst als klare politische Fotografie (und sozialdokumentarische Fotografie). Sie zeigt Momente aus der Wirklichkeit, die über das Konkrete hinaus metaphernhaft sind für den stattgefundenen sozialen Wandel und die Lebensumstände.

Deutschland in drei Fotografien

Das ist als Triptychon gedacht. Es sind drei Fotografien, die für sich allein wirken und zusammen neue Aussagen ergeben. Jedes Foto ist doppeldeutig und die Fotos bauen aufeinander auf. Es ist die deutsche Bedürfnispyramide.

Betonholocaust

Diese Serie besteht aus fünf Fotos und hat den Namen „Betonholocaust“, die das Soziale als Reaktion auf ein asoziales öffentliches Umfeld zeigen. Der Name stammt von einem der Fotos.

Politische Fotografie als politische Propaganda

Daneben gibt es auch politische Fotos, die eindeutig allein der Propaganda dienen. Oft kommt es auf den Einzelfall an. Allerdings sind Fotos eben auch Waffen und der Kampf um die Köpfe ist vielfach ein Kampf mit Bildern.

Ob dies dann auch Kunst ist, darf daher auch diskutiert werden.

Und hier nun das obige Foto neu, an derselben Stelle wie 2014 nun 2017 vor der Bundestagwahl:

Politishe Fotografie 2017 – Foto Mahlke

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